Für die Feuerwehr brechen (ocker-)goldene Zeiten an
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- Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 30. November -0001 00:00
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Altötting. Ein alles in allem ruhiges Jahr hat die örtliche Feuerwehr hinter sich. Das hat Kommandant Alois Wieser gesagt, als er bei der Hauptversammlung am Donnerstagabend beim Graminger Weißbräu die Einsatzbilanz vorgelegt hat. Was ruhig für die Altöttinger Wehr bedeutet, ließ Kreisbrand-rat Werner Huber noch immer von einer "beeindruckenden Bilanz" sprechen: 173 Mal wurde die Wehr zu Alarmeinsätze oder Arbeitsdienste angefordert, 2249 Stunden fielen dabei für die 81 Mann starke Truppe an.
Von größeren Einsätzen blieb die Feuerwehr demnach verschont. Am dramatischten seien einige Wohnungsöffnungen verlaufen, bei denen die Einsatzkräfte nie wüssten, was sie erwartet. 21 Mal mussten die Helfer dafür ausrücken. Den Großteil der Einsätze entfiel technische Hilfeleistungen wie diese, 97 davon waren zu bewältigen. Die Zahl der Brände hielt sich in Grenzen, 22 Mal galt es, solche zu löschen. Weitere 27 Mal wurde ausgerückt, als Brandmeldeanlagen auslösten oder mutwillig ausgelöst wurden. Dazu kamen 15 Sicherheitswachen, jeweils vier Einsätze der Kreiseinsatzzentrale und der ABC-Komponente sowie vier Fehlalarme. Darüber hinaus übernahmen die Aktiven Absperrdienste bei Wallfahrten, Sportveranstaltungen und anderen Großereignissen wie beispielsweise dem Kirta-Auszug und dem Köchetag.
Der Fuhrpark der Feuerwehr hat indes eine weitere Aufwertung erfahren − und es soll nicht die letzte bleiben. Im vergangenen Jahr wurde für 83 000 Euro ein neuer Einsatzleitwagen beschafft, der das 23 Jahre alte Vorgängermodell ablöste. Heuer soll, wenn es nach dem Wunsch Wiesers geht, dass ein neues Löschfahrzeug (HLF 20) besorgt werden kann − und das seitens des Bundes lange zugesagte Dekon-P-Fahrzeug, welches bei Katastrophenfällen benötigt wurde. Als möglichen Termin für die Auslieferung nannte Wieser die Jahresmitte.
Bürgermeister Herbert Hofauer, der der die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr lobte und betonte, die Stadt als Sachaufwandsträger habe wie schon beim 2011 verwirklichten Wunsch nach neuen Toren für das Feuerwehrhaus stets ein offenes Ohr für ihre Belange der Wehr, bestätigte diesen Zeitplan in etwa: Nach einem Telefonat mit MdB Stephan Mayer könne er vermelden, dass das erste solche Fahrzeug, das nach Bayern ausgeliefert werde, nach Altötting komme. Dies werde voraussichtlich im Laufe des Jahres, allerspätestens Anfang kommenden Jahres der Fall sein. Für das Löschfahrzeug seien Mittel bereits im Haushalt eingestellt, so Hofauer weiter. Und einen Ersatz für die Leiter sehe der Finanzplan der Stadt für die Jahre 2015/2016 vor: "Aber dann ist acht Jahre lang Ruhe."
Eine augenfällige Neuerung bei der Feuerwehr steht indes unmittelbar bevor: neue Einsatzbekleidung. Die bisherige sei, so Wieser, teilweise bis zu 18 Jahre alt und in einem entsprechend schlechten Zustand. Einige Uniformen seien nicht mehr wasserdicht, verschlissen und mit eigenhändig vorgenommenen Näharbeiten geflickt. "Das macht die Kleidung nicht mehr zulässig", so Wieser. Der Ersatz ist bereits bestellt − Feuerwehrschutzanzüge der neuesten Generation. Diese seien funktioneller − und werden auch auffälliger sein: Nach amerikanischem Vorbild sind sie in den Farben Ocker und Gold gehalten. − sh
URL: http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_altoetting/altoetting/318754_Fuer-die-Feuerwehr-brechen-ocker-goldene-Zeiten-an.html



